# ScanReceipts — Receipt Scanner App Next.js 15 App Router App zum Scannen/Digitalisieren von Belegen (KI-Extraktion, Review-UI, Export nach XLSX/CSV/JSON). Lokal läuft die App **ohne Datenbank** (Local-First IndexedDB im Browser); PostgreSQL wird für Accounts, Abos (Stripe) und den Admin-Bereich gebraucht. Diese Datei ist der Einstiegspunkt. Tiefere Details stehen in: | Thema | Datei | |---|---| | Auth / SMTP / Google Login im Detail | [AUTH_SETUP_GUIDE.md](AUTH_SETUP_GUIDE.md) | | Stripe / Preise / Webhooks im Detail | [STRIPE_SETUP_GUIDE.md](STRIPE_SETUP_GUIDE.md) | | nginx / Security-Header / blockierte Pfade | [docs/SECURITY_DEPLOYMENT.md](docs/SECURITY_DEPLOYMENT.md) | | Architektur, Code-Layout, Feature-Liste | [PROJECT.md](PROJECT.md) | | Was beim Security-Hardening gemacht wurde | [SECURITY_HARDENING.md](SECURITY_HARDENING.md), [SECURITY_VERIFICATION.md](SECURITY_VERIFICATION.md) | --- ## 1. Voraussetzungen - Node.js 20+ und npm - Docker Desktop (für Postgres lokal und/oder für den Produktions-Build) - Ein `.env.local` (siehe unten) — ohne `DATABASE_URL` läuft die App im Local-Only-Modus (kein Login/Stripe, aber Scannen funktioniert) > **Achtung Port-Konflikt:** Auf dieser Maschine laufen ~10 Docker-Stacks. Port > `5432` ist von einem anderen Projekt belegt — dieses Projekt nutzt bewusst > **`5436`** auf dem Host (siehe `docker-compose.yml`). Beim Anlegen von > `DATABASE_URL` in `.env.local` immer `localhost:5436` verwenden, nicht `5432`. --- ## 2. Schnellstart (lokale Entwicklung) ```bash npm install cp .env.example .env.local ``` `.env.local` öffnen und mindestens `OPENROUTER_API_KEY` (oder einen anderen Vision-Key) eintragen, damit das Scannen funktioniert. Alles andere (Datenbank, Stripe, Google-Login, SMTP) ist optional für den reinen Scan-Workflow. **Nur Postgres per Docker starten** (App läuft weiter direkt mit `npm run dev`, nicht im Container): ```bash docker compose up -d postgres ``` Postgres ist danach unter `localhost:5436` erreichbar. In `.env.local`: ``` DATABASE_URL=postgresql://receipt_user:receipt_secure_password@localhost:5436/receipt_scanner ``` **Dev-Server starten:** ```bash npm run dev ``` → http://localhost:3000. Der erste Request, der die DB anfasst, legt das Schema automatisch an (siehe Abschnitt 3.1) — ein manueller Migrationsschritt ist für lokale Entwicklung **nicht zwingend nötig**. **Server neustarten:** einfach `Strg+C` und `npm run dev` erneut ausführen. Bei hängenden Prozessen/kaputtem `.next`-Cache (kommt auf dieser Maschine gelegentlich vor): ```bash # .next Ordner löschen und neu starten rm -rf .next npm run dev ``` --- ## 3. Datenbank Zwei Rollen sind vorgesehen (siehe [PROJECT.md](PROJECT.md#appendix-database-least-privilege) für die volle Begründung): - `receipt_user` — **Owner-Rolle**, macht Migrationen/Schema-Änderungen (DDL). - `receipt_app` — **Runtime-Rolle**, nur SELECT/INSERT/UPDATE/DELETE, kein DDL. Wird von `scripts/db-permissions.sql` angelegt. In Produktion sollte die App mit dieser eingeschränkten Rolle laufen (`APP_DATABASE_URL`), Migrationen laufen weiter über die Owner-Rolle (`DATABASE_URL`). ### 3.1 Datenbank neu erstellen / Schema anlegen Drei gleichwertige Wege, je nach Situation: 1. **Automatisch (einfachster Weg):** Einfach die App starten (`npm run dev` oder den Docker-Container). Beim ersten DB-Zugriff prüft `src/lib/db/init.ts`, ob das Schema existiert, und legt es sonst automatisch an (über die `drizzle`-Migrationsdateien, mit idempotentem SQL-Fallback, falls die Migrationsdateien zur Laufzeit fehlen — z. B. im Docker-Image). 2. **Explizit per Drizzle Kit** (empfohlen während der Entwicklung, wenn man das Schema in `src/lib/schema/db.ts` ändert): ```bash npm run db:generate # neue Migrationsdatei aus Schema-Änderungen erzeugen npm run db:push # Schema direkt in die DB pushen (ohne Migrationsdatei) npm run db:studio # Drizzle Studio GUI zum Browsen der Daten ``` 3. **Frisches Docker-Volume:** `docker compose up postgres` auf einem noch nie benutzten Volume führt automatisch `scripts/db-permissions.sql` aus (Postgres-Init-Mechanismus) — legt dabei direkt auch die Runtime-Rolle `receipt_app` an. ### 3.2 Datenbank zurücksetzen (alle Daten löschen) **Docker-Setup (empfohlen für lokal):** ```bash docker compose down docker volume rm receiptscannerapp_postgres_data # Name ggf. mit `docker volume ls` prüfen docker compose up -d postgres ``` Das erzeugt ein komplett frisches Volume; Schema + Berechtigungen werden beim nächsten App-Start automatisch wieder angelegt (siehe 3.1). **Ohne Docker / bestehende DB behalten, nur Tabellen leeren:** per `psql` oder Drizzle Studio (`npm run db:studio`) die Tabellen manuell leeren — es gibt aktuell kein `db:reset`-Script, das gezielt nur Daten löscht. ### 3.3 Berechtigungen (Least-Privilege-Rolle) anwenden/prüfen Nötig, wenn eine **bereits bestehende** Datenbank auf die eingeschränkte Runtime-Rolle nachgerüstet werden soll (bei einem frischen Docker-Volume passiert das automatisch, siehe 3.1 Punkt 3): ```bash node scripts/apply-db-permissions.mjs # legt/aktualisiert die Rolle receipt_app node scripts/verify-db-permissions.mjs # prüft: kein Superuser, kein DDL, DML funktioniert ``` Beide Scripts lesen `DATABASE_URL` aus `.env.local` (Owner-Verbindung nötig). ### 3.4 Admin-User anlegen ```bash node scripts/create-admin.ts ``` Nutzt `ADMIN_EMAILS` (erste Adresse in der kommagetrennten Liste) und optional `ADMIN_PASSWORD` (Default: `fiesta` — **in Produktion immer setzen**) aus `.env.local`. Legt den User an oder setzt Passwort + E-Mail-Verifizierung zurück, falls er schon existiert. --- ## 4. Website starten / neustarten ### 4.1 Lokal (ohne Docker) ```bash npm run dev # Entwicklung, mit Turbopack + Hot Reload ``` ```bash npm run build # Produktions-Build npm run start # Produktions-Server aus dem Build starten (Port 3000) ``` ### 4.2 Kompletter Stack per Docker Compose (App + Postgres) ```bash docker compose up -d --build # baut das Image und startet App + DB im Hintergrund docker compose logs -f app # Logs der App live mitlesen docker compose ps # Status/Healthchecks prüfen ``` **Neustarten** (z. B. nach `.env`-Änderungen, die kein Rebuild brauchen): ```bash docker compose restart app ``` **Neu bauen und neustarten** (nach Code-Änderungen): ```bash docker compose up -d --build app ``` **Alles stoppen** (Daten bleiben im Volume erhalten): ```bash docker compose down ``` `docker-compose.yml` liest seine Werte aus der Shell-Umgebung bzw. einer `.env`-Datei im Repo-Root (nicht zu verwechseln mit `.env.local`, das nur Next.js selbst liest) — für den Docker-Weg müssen die Variablen also in `.env` stehen, siehe `.env.example` als Vorlage. --- ## 5. Live-Server / Deployment-Checkliste ### 5.1 Environment-Variablen Alle Variablen sind in [.env.example](.env.example) dokumentiert (mit Erklärung, wofür sie sind). Kurzfassung, was auf dem Live-Server **zusätzlich zur lokalen Config** wichtig ist: - `NODE_ENV=production` - `NEXT_PUBLIC_APP_URL` → **muss** `https://` sein (die App ist HTTPS-only, erzwingt HSTS). Wird zur Build-Zeit in den Client-Bundle eingebacken, also als Docker-Build-Arg mitgeben (macht `docker-compose.yml` automatisch über `build.args`). - `COOKIE_DOMAIN` setzen, falls Dashboard/Admin auf Subdomains laufen (z. B. `.scan-receipts.app`), sonst leer lassen. - `CORS_ORIGINS` nur setzen, wenn wirklich Cross-Origin-API-Zugriff gebraucht wird (nie `*`). - `SMTP_*` sind in Produktion **Pflicht** — ohne SMTP schlägt die Registrierung bewusst fehl, statt einen unbestätigbaren Account anzulegen. - `GOOGLE_CLIENT_ID`/`SECRET` nur wenn Google-Login aktiv sein soll (Redirect-URI in der Google Cloud Console muss exakt `/api/auth/google/callback` sein). - `STRIPE_*` siehe [STRIPE_SETUP_GUIDE.md](STRIPE_SETUP_GUIDE.md) — Webhook-Secret ist pflicht, sonst werden keine Lizenzen vergeben. - `ADMIN_EMAILS` + starkes `ADMIN_PASSWORD` für `scripts/create-admin.ts`. - `APP_DATABASE_URL` + `APP_DATABASE_PASSWORD` setzen und die App damit laufen lassen (nicht mit der Owner-`DATABASE_URL`) — siehe Abschnitt 3. Es liegt bereits ein `.env.deployment` als Referenz im Repo-Root — das ist die Vorlage mit den auf dem Live-Server tatsächlich benötigten Keys (Werte selbst niemals ins Git-Repo committen). ### 5.2 Erstmaliges Deployment ```bash # auf dem Server, im Projektverzeichnis docker compose up -d --build ``` 1. Postgres startet zuerst, Healthcheck muss grün sein, bevor die App startet (`depends_on: condition: service_healthy`, ist in `docker-compose.yml` schon konfiguriert). 2. Auf einem frischen Volume werden Runtime-Rolle + Berechtigungen automatisch angelegt (Abschnitt 3.1 Punkt 3). 3. Schema wird beim ersten Request automatisch angelegt (Abschnitt 3.1 Punkt 1). 4. Admin-User anlegen: `node scripts/create-admin.ts` (mit Produktions-`.env.local` bzw. den Server-Umgebungsvariablen). 5. **nginx davorschalten** — die App selbst bindet nur intern an `127.0.0.1:3000`, TLS/HSTS/Security-Header kommen von nginx: - `nginx.conf.example` nach `/etc/nginx/conf.d/receipt-scanner.conf` kopieren, Platzhalter (`example.com`, Zertifikatspfade) ersetzen. - TLS-Zertifikat besorgen (z. B. Let's Encrypt). - `nginx -t && systemctl reload nginx`. - Details/Begründung: [docs/SECURITY_DEPLOYMENT.md](docs/SECURITY_DEPLOYMENT.md). 6. Stripe-Webhook-Endpoint auf `https:///api/stripe/webhook` im Stripe-Dashboard eintragen (siehe STRIPE_SETUP_GUIDE.md Abschnitt 5). ### 5.3 Redeploy nach Code-Änderungen ```bash git pull docker compose up -d --build app ``` Datenbank-Migrationen laufen automatisch beim ersten Request nach dem Neustart mit (Abschnitt 3.1). Bei Schema-Änderungen, die Drizzle nicht automatisch sauber migrieren kann, vorher lokal gegen eine Kopie der Prod-DB mit `npm run db:generate` eine Migration erzeugen und testen. ### 5.4 Neustart ohne Rebuild ```bash docker compose restart app ``` ### 5.5 Logs & Healthcheck prüfen ```bash docker compose logs -f app docker compose logs -f postgres curl -f http://127.0.0.1:3000/api/auth/providers # das nutzt auch der Docker-Healthcheck ``` ### 5.6 Backup Das Postgres-Datenverzeichnis liegt im benannten Volume `postgres_data`. Dump vor jedem größeren Deployment: ```bash docker exec scanreceipts_postgres pg_dump -U receipt_user receipt_scanner > backup_$(date +%Y%m%d_%H%M%S).sql ``` --- ## 6. Nützliche Scripts (Auswahl) | Command | Zweck | |---|---| | `npm run dev` / `build` / `start` | Dev-Server / Produktions-Build / Produktions-Server | | `npm run db:generate` / `db:push` / `db:studio` | Drizzle-Migrationen erzeugen / pushen / GUI | | `npm run test` | E2E-Testsuite (`tests/e2e/runner.ts`) | | `npm run test:auth` | Auth/DB-Integrationstest | | `node scripts/create-admin.ts` | Admin-User anlegen/zurücksetzen | | `node scripts/apply-db-permissions.mjs` | Least-Privilege-Runtime-Rolle anlegen/aktualisieren | | `node scripts/verify-db-permissions.mjs` | Rechte-Setup verifizieren | | `node scripts/verify_sensitive_paths.mjs` | Prüft, dass sensible Pfade (`.env`, `.git`, …) blockiert sind | | `node scripts/verify_cors.mjs` | CORS-Policy verifizieren | | `node scripts/verify_rate_limit.mjs` | Rate-Limiting (Passwort-Reset u. a.) verifizieren | Weitere `verify_*`-Scripts in `scripts/` decken einzelne Security-Hardening- Maßnahmen ab (siehe [SECURITY_HARDENING.md](SECURITY_HARDENING.md) für den Kontext, wofür jedes Script steht). --- ## 7. Troubleshooting - **"DATABASE_URL is not set"** → `.env.local` fehlt oder wurde nicht geladen; Next.js liest `.env.local` automatisch, Node-Scripts (drizzle-kit, die `scripts/*.mjs`) laden es teils manuell — prüfen, ob die Datei existiert. - **Port `5432` schon belegt** → dieses Projekt läuft absichtlich auf `5436`, siehe Kasten oben in Abschnitt 1. - **`.next`-Cache kaputt / komische Build-Fehler** → `rm -rf .next` und neu starten (ist auf dieser Maschine schon mehrfach vorgekommen, siehe die `.next-corrupt-*`-Ordner im Repo-Root). - **Google-Login-Button erscheint nicht** → `GOOGLE_CLIENT_ID`/`SECRET` fehlen; der Button rendert nur, wenn beide gesetzt sind. - **Signup schlägt mit `mail_failed` fehl** → in Produktion (`NODE_ENV=production`) ist SMTP Pflicht, es gibt keinen Dev-Fallback.