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QR-master/PLAN_TESTUMGEBUNG_2026-08-12.md
Timo Knuth d623f39c54 Give the staging database its own name
The staging database now runs as qrmaster_test instead of reusing the production name.
Container and volume already kept the two apart, but a hand-typed psql session against
two databases both called `qrmaster` looks identical on either side - the distinct name is
what makes the wrong window obvious before a DELETE lands in it.

The base compose file hardcodes `pg_isready -d qrmaster` in the db healthcheck, so the
overlay has to override the probe as well. Without it the container stays unhealthy and web
never starts, because it waits on service_healthy.

Verified against `docker compose config`: staging resolves to qrmaster_test in POSTGRES_DB,
DATABASE_URL and the healthcheck, while production still resolves to qrmaster.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-12 22:20:30 +02:00

300 lines
13 KiB
Markdown

# Plan: Testumgebung auf testmodul.qrmaster.net
Stand: 2026-08-12 · Ziel: eine vollständige zweite Instanz auf `testmodul.qrmaster.net`, die
einen anderen Branch (`test`) fährt, damit riskante Features - z.B. ein Bot, der bei
Kundenerfolgen automatisch tweetet - vor dem Merge nach `master` real getestet werden können.
**Status: nur Planung. Es wurde noch kein Code geändert.**
## Architektur
Zweiter, vollständig eigenständiger Compose-Stack aus demselben Repo, anderer Branch,
eigene Datenbank, eigenes Redis. Caddy routet `testmodul.qrmaster.net` auf den Test-Container.
```
www.qrmaster.net ─┐
app.qrmaster.net ─┴─> qrmaster-web (Branch master, Prod-DB)
testmodul.qrmaster.net ─> qrmaster-test-web (Branch test, eigene DB)
```
Prod und Test teilen sich **nichts** außer dem Docker-Netzwerk `qrmaster-network` (das ist
`external: true`, darüber erreicht Caddy beide Container per Namen).
## Ausgangslage im Repo
Im Working Tree liegen uncommittete Änderungen, die nicht aus der Subdomain-Arbeit stammen:
- `src/lib/cookieConfig.ts` - `getAuthCookieName()` ist angelegt (liest `AUTH_COOKIE_NAME`,
Default `userId`)
- `src/lib/session.ts` - importiert `getAuthCookieName`, **benutzt es aber nicht**; Zeile 14
hat weiterhin `export const AUTH_COOKIE_NAME = 'userId'`
Damit ist die Funktion aktuell wirkungslos. Die Verkabelung fehlt an 6 Stellen (siehe unten).
Vor dem Weiterbauen klären, ob diese Änderungen bewusst so stehen oder committed werden sollen.
Ein Branch `test` existiert noch nicht. Vorhanden: `analytics`, `dynamisch`,
`feature/mockup-landing-page`, `icons`, `master`.
## Falle 1 - Cookie-Kollision (blockierend)
Produktion setzt das Session-Cookie `userId` auf `.qrmaster.net`. Der Browser schickt es damit
**auch an `testmodul.qrmaster.net`**. Setzt Test sein eigenes `userId` als Host-Cookie, liegen
zwei gleichnamige Cookies vor, und `req.cookies.get('userId')` in
[middleware.ts:250](src/middleware.ts:250) liefert undefiniert welches davon. Folge: Login auf
Test verhält sich sporadisch wie ausgeloggt - ein Fehlerbild, das schwer zu greifen ist, weil es
vom Cookie-Zustand des jeweiligen Browsers abhängt.
**Lösung:** Cookie-Name pro Umgebung konfigurierbar. `getAuthCookieName()` fertig verkabeln,
Test setzt `AUTH_COOKIE_NAME=userId_test`.
Zu ändernde Stellen:
| Datei | Was |
|---|---|
| `src/lib/session.ts:14` | `AUTH_COOKIE_NAME`-Konstante durch `getAuthCookieName()` ersetzen (Zeilen 71, 78 ziehen nach) |
| `src/middleware.ts:250` | `req.cookies.get('userId')``getAuthCookieName()` |
| `src/app/(main)/api/auth/google/route.ts:227` | `cookies.set('userId', …)` |
| `src/app/(main)/api/auth/verify-email/route.ts:40` | `cookies.set('userId', …)` |
| `src/app/(main)/api/auth/logout/route.ts:12` | Eintrag in `appendExpiredCookies` |
| `src/app/(main)/api/user/delete/route.ts:77` | `cookies().delete('userId')` |
Wie `COOKIE_DOMAIN` muss `AUTH_COOKIE_NAME` **auch zur Build-Zeit** gesetzt sein - `process.env`
wird ins Edge-Middleware-Bundle inlined. Also `ARG` + `ENV` im Dockerfile und als Build-Arg im
Compose-Override, analog zu `COOKIE_DOMAIN`.
Achtung beim Umstellen der Produktion: ändert sich dort der Cookie-Name, werden **alle
bestehenden Sessions ungültig** (alle Nutzer ausgeloggt). Deshalb Prod beim Default `userId`
lassen und nur Test abweichen - dann passiert genau nichts.
## Falle 2 - Host-Routing würde nach Prod umleiten
Die Middleware kennt nur zwei Hosts. Auf `testmodul.qrmaster.net` greift der Zweig
`else if (isAppPath(path))` und schickt `/dashboard` per 301 auf **app.qrmaster.net**, also in
die Produktion.
**Lösung ohne Codeänderung:** Test zeigt beide Origins auf sich selbst. Dann ist
`isHostSplitEnabled()` false, `getAppHostname()` liefert null, und das komplette Host-Routing
schaltet sich ab. Test läuft als Ein-Host-Umgebung mit Marketing *und* App unter einer Domain -
genau wie die lokale Entwicklung.
Das ist der Grund, warum beide Variablen in `.env.test` identisch sein müssen. Wer dort später
aus Versehen `NEXT_PUBLIC_APP_URL=https://app.qrmaster.net` einträgt, schickt seine Testklicks
in die Produktion.
## Falle 3 - ausgehende Nebenwirkungen
Das ist beim Twitter-Bot der eigentliche Punkt. Eine Testumgebung, die auf echte Dienste zeigt,
ist keine Testumgebung.
| Dienst | Auf Test |
|---|---|
| Twitter/X | eigener App-Key auf einen Test-Account, **oder** ein `DRY_RUN`-Flag, das den Tweet nur loggt |
| Stripe | Test-Keys (`sk_test_…`), eigener Webhook-Endpoint auf testmodul |
| Resend / SMTP | Test-Key oder komplett deaktivieren - sonst mailt Test an echte Kunden |
| Meta Conversions / PostHog / Umami | leer lassen, sonst verschmutzt Test die Prod-Analytics |
| Cron (Retention-Mails) | auf Test abschalten |
Empfehlung für den Bot: das `DRY_RUN`-Flag von Anfang an einbauen, nicht erst wenn es einmal
schiefging. Ein Bot, der Kundenerfolge tweetet, ist genau die Sorte Feature, die man nicht
"kurz mal live" testen will.
## .env.test
```dotenv
NODE_ENV=production
# Ein-Host-Betrieb: schaltet das Host-Routing ab
NEXT_PUBLIC_WWW_URL=https://testmodul.qrmaster.net
NEXT_PUBLIC_APP_URL=https://testmodul.qrmaster.net
NEXTAUTH_URL=https://testmodul.qrmaster.net
# Host-Cookie, nicht .qrmaster.net - sonst leckt die Test-Session nach Prod
COOKIE_DOMAIN=
AUTH_COOKIE_NAME=userId_test
# Anderes Secret: ein Leak auf Test kann dann keine Prod-Session fälschen
NEXTAUTH_SECRET=<eigenes Secret>
IP_SALT=<eigenes Salt>
# Nicht indexieren
NEXT_PUBLIC_INDEXABLE=false
# Eigene DB im Test-Stack
POSTGRES_USER=postgres
POSTGRES_PASSWORD=<eigenes, hex - ein "/" aus base64 zerlegt die DATABASE_URL>
POSTGRES_DB=qrmaster_test
# DATABASE_URL nicht setzen - Compose baut sie aus den drei Werten oben
# Test-Keys / leer, siehe Falle 3
STRIPE_SECRET_KEY=sk_test_…
RESEND_API_KEY=
```
`NEXTAUTH_URL` darf hier auf testmodul zeigen - der einzige echte Leser ist die
Social-Assets-Route, und die soll auf Test ohnehin nicht gegen die verifizierte TikTok-Domain
laufen.
## Infra
**`docker-compose.test.yml`** als Override, das nur die Abweichungen setzt:
- `container_name`: `qrmaster-test-db`, `qrmaster-test-redis`, `qrmaster-test-web` - die Namen
sind im Basis-File fest vergeben und würden sonst kollidieren
- Host-Ports entfernen - `5435` (db) und `8080` (adminer) sind schon von Prod belegt
- `entrypoint: ["node", "server.js"]` für `web`, siehe Migrationen oben
- Build-Args für `COOKIE_DOMAIN`, `AUTH_COOKIE_NAME`, `NEXT_PUBLIC_*`
### Netzwerk-Isolation (kritisch)
`db` und `redis` hängen im Basis-File am Netzwerk `qrmaster-network`
([docker-compose.yml:22](docker-compose.yml:22)), und das ist `external: true`, also für beide
Stacks dasselbe. Compose vergibt jedem Service automatisch einen Netzwerk-Alias mit seinem
Servicenamen - zwei Stacks mit einem Service `db` am selben Netzwerk heißt: **`db` löst auf
zwei Container auf und Dockers DNS wählt zufällig.** Der Test-Container könnte damit auf der
Produktionsdatenbank landen, nicht deterministisch, sondern mal so und mal so.
Deshalb bekommt der Test-Stack ein eigenes internes Netzwerk. Nur `web` hängt zusätzlich am
geteilten Netz, damit Caddy es erreicht:
```yaml
services:
db:
container_name: qrmaster-test-db
ports: !reset []
networks: [test-internal]
redis:
container_name: qrmaster-test-redis
networks: [test-internal]
web:
container_name: qrmaster-test-web
entrypoint: ["node", "server.js"]
networks: [test-internal, qrmaster-network]
networks:
test-internal:
driver: bridge
```
`POSTGRES_DB` heißt auf Test `qrmaster_test`. Die Trennung kommt zwar schon vom eigenen
Container und Volume, aber der abweichende Name macht bei einer von Hand getippten
`psql`-Sitzung sofort sichtbar, auf welcher Instanz man ist - die billigste Versicherung
gegen ein `DELETE` in der falschen Datenbank.
Dafür muss der Healthcheck mitgezogen werden: das Basis-File hat `pg_isready -d qrmaster`
hartkodiert ([Zeile 19](docker-compose.yml:19)). Ohne Override prüft er eine Datenbank, die
es nicht gibt, der Container bleibt `unhealthy`, und `web` startet wegen
`depends_on: condition: service_healthy` nie.
Start:
```bash
docker compose -p qrmaster-test --env-file .env.test \
-f docker-compose.yml -f docker-compose.test.yml up -d --build
```
Der Projektname `-p qrmaster-test` gibt automatisch eigene Volumes - die Test-DB kann die
Prod-DB also nicht anfassen.
**Caddy:**
```caddyfile
testmodul.qrmaster.net {
reverse_proxy qrmaster-test-web:3000
}
```
**`robots.ts`** an `NEXT_PUBLIC_INDEXABLE` koppeln. Aktuell liefert es hart `Allow` plus
www-Sitemap; auf Test soll `Disallow: /` stehen. `NEXT_PUBLIC_INDEXABLE=false` setzt heute nur
das Meta-Tag in den beiden Layouts, nicht die robots.txt.
## Branch-Workflow
```bash
git checkout -b test master
git push -u origin test
```
Deploy auf Test: auf dem Server `git checkout test && git pull`, dann der Compose-Befehl oben.
Rebuild ist immer nötig, weil `NEXT_PUBLIC_*` und `AUTH_COOKIE_NAME` zur Build-Zeit inlined
werden.
Ablauf für ein Feature: Branch von `test` abzweigen → auf Test deployen und prüfen → nach
`master` mergen → Prod-Deploy. `test` bleibt dauerhaft bestehen und wird regelmäßig von
`master` nachgezogen, damit er nicht wegdriftet.
## Datenbank - entschieden: leeres Schema
Eigene PostgreSQL-Instanz im Test-Stack, befüllt mit **Struktur ohne Zeilen**. Keine
Kundendaten verlassen die Produktion.
```bash
# Struktur aus Prod ziehen (keine Zeilen)
docker exec qrmaster-db pg_dump -U postgres --schema-only qrmaster > schema.sql
# in die Test-DB einspielen
docker exec -i qrmaster-test-db psql -U postgres -d qrmaster_test < schema.sql
```
Danach einen Testaccount anlegen - entweder über das Signup-Formular auf testmodul oder per
`INSERT`.
**Warum der Dump aus Prod und nicht aus Prisma:** `prisma/migrations` steht auf April 2026.
Alles seitdem (Pulse-Spalten, `BARCODE`-Enum-Wert, ...) kam per Hand-SQL. Die Produktions-DB
ist damit die einzige Stelle, die die aktuelle Struktur kennt.
**Warum leer statt Kopie:** beim Tweet-Bot willst du wissen, welcher Testfall den Tweet
ausgelöst hat. Mit Prod-Daten könnte es auch irgendein echter Kunde von vor Monaten gewesen sein.
### Keine Migrationen - der Entrypoint muss überschrieben werden
[docker/entrypoint.sh:5](docker/entrypoint.sh:5) führt bei **jedem** Container-Start
`npx prisma migrate deploy` aus. Das widerspricht der Policy aus CLAUDE.md (Schema-Änderungen
nur per Hand-SQL) und würde auf einer frischen Test-DB die 6 veralteten Migrationen anwenden -
also ein Schema vom Stand April 2026 bauen, dem alle späteren SQL-Änderungen fehlen. Die App
liefe dann in "column does not exist".
Im Test-Override deshalb:
```yaml
web:
entrypoint: ["node", "server.js"]
```
Prod bleibt unverändert. Der Schema-Dump bringt die Tabelle `_prisma_migrations` ohnehin mit,
inklusive der 6 als angewandt markierten Einträge - der Zustand ist also identisch zu Prod.
**Separat zu klären (nicht Teil dieses Plans):** ob `prisma migrate deploy` langfristig auch
aus dem Prod-Entrypoint verschwinden soll. Heute ist es dort ein No-Op, aber es ist eine
scharfe Waffe, die bei einem versehentlich hinzugefügten Migrationsfile auf die Produktion
losgeht.
### Spätere Schema-Änderungen
Ein SQL-Statement, das auf Test getestet wurde, wird auf Prod **erneut von Hand** ausgeführt -
es gibt keinen automatischen Weg von Test nach Prod. Die Dateien in `sql/` sind der Ort dafür.
## Aufwand
| | |
|---|---|
| Cookie-Name verkabeln (6 Stellen) + Dockerfile/Compose | ~1 h |
| `docker-compose.test.yml` + `robots.ts` an INDEXABLE koppeln | ~1 h |
| `.env.test`, Secrets, Test-Keys besorgen | Timo |
| Caddy-Block + erster Deploy | ~30 min |
| DB-Variante B zusätzlich | +2-3 h für das Anonymisierungs-Skript |
Der Twitter-Bot selbst ist davon unabhängig und noch nicht geschätzt.
## Testcheckliste nach dem ersten Test-Deploy
- [ ] `testmodul.qrmaster.net` lädt, gültiges Zertifikat
- [ ] `testmodul.qrmaster.net/dashboard` bleibt **auf testmodul** und springt nicht nach app.qrmaster.net
- [ ] Login auf Test funktioniert, während man in Prod eingeloggt ist - beide Sessions unabhängig
- [ ] Logout auf Test loggt **nicht** aus Prod aus (und umgekehrt)
- [ ] Im Browser liegen zwei Cookies: `userId` (Domain `.qrmaster.net`) und `userId_test` (Host `testmodul.qrmaster.net`)
- [ ] `curl -sI https://testmodul.qrmaster.net` → kein `X-Robots-Tag` nötig, aber `/robots.txt` liefert `Disallow: /`
- [ ] Test-DB enthält **keine** echten Kunden: `SELECT count(*) FROM "User";` muss die Zahl der selbst angelegten Testaccounts sein
- [ ] `docker compose -p qrmaster-test exec web env | grep DATABASE_URL` zeigt auf den Test-Container, und `SELECT count(*)` dort weicht von Prod ab - beweist, dass der `db`-Alias nicht auf Prod zeigt
- [ ] Container-Logs beim Start enthalten **kein** "Applying Prisma migrations"
- [ ] Ein Testlauf des Bots postet nichts auf dem echten Account